Beharrliche Verfolgung – Stalking

Beharrliche Verfolgung – Stalking

Rechtliche Definition:

Nach § 107a StGB wird bestraft, wer einer Person widerrechtlich beharrlich nachstellt. Beharrliches Verfolgen umfasst unter anderem das persönliche Aufsuchen (also die Herstellung räumlicher Nähe), die Kontaktaufnahme über Telekommunikationsmittel oder das Veranlassen eines Dritten, mit dem Opfer über Telekommunikationsmittel Kontakt aufzunehmen.

Im letzteren Fall (Veranlassung eines Dritten zur z. B. telefonischen Kontaktaufnahme) wäre beispielsweise die Veröffentlichung der Mobilfunknummer des Opfers im Internet eine ausreichende Tathandlung. Neben diesen und anderen Möglichkeiten der Kontaktaufnahme muss das Opfer zusätzlich in seiner Lebensgestaltung unzumutbar beeinträchtigt werden. Eine solche Beeinträchtigung kann bereits bei einer sehr kurzen beharrlichen Verfolgung über mehrere Tage vorliegen. Ob eine solche unzumutbare Beeinträchtigung des Opfers vorliegt, ist aus objektiver Sicht des Empfängerhorizonts zu beurteilen. Es ist also zu prüfen, ob das Opfer durch die Handlungen des Täters unzumutbar beeinträchtigt wird und ob die Unzumutbarkeit der Beeinträchtigung auch objektiv nachvollziehbar ist. Eine Unzumutbarkeit der Beeinträchtigung liegt jedenfalls dann vor, wenn sich das Opfer objektiv gerechtfertigt eine neue Handynummer zulegen muss, um sich vor weiteren Kontaktaufnahmen durch den Täter zu schützen. Ein Opfer muss niemals in Angst vor weiteren Kontaktaufnahmen durch den Täter leben, weshalb der Straftatbestand „Stalking“ sehr häufig von psychisch gestörten Männern mit einem bizarren Helferkomplex verwirklicht wird. Die meisten männlichen Stalker glauben in ihrer verdrehten Realität, das Opfer beschützen zu müssen, und suchen es deshalb ständig auf. Oft ist es auch einfach der banale Wunsch nach Rache am Opfer. Meist will sich der Stalker für eine erlittene Kränkung rächen, die er nicht überwinden kann. Häufig geht es einfach um den Abbruch einer „Beziehung“, mit der der Täter nicht zurechtkommt. Der Täter möchte das unschuldige Opfer emotional vernichten und beginnt, es zu verfolgen. Da die nächste Kontaktaufnahme durch den Täter für das Opfer nicht vorhersehbar ist, versetzt der Täter das Opfer in einen permanenten Zustand der Angst und übt „psychische Gewalt“ gegen das Opfer aus.

Keine Frau muss Stalking hinnehmen. Stalking ist kein Kavaliersdelikt. Der Täter kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr bestraft werden. Ist der Stalker bereits vorbestraft, kann es für ihn schwierig sein, im Falle einer Anzeige ein Diversionsverfahren in Anspruch zu nehmen und so einer weiteren Vorstrafe zu entgehen. Gemeinsam mit einem Opferschutzanwalt / Opferschutz Hilfe – oder auch alleine – kann sich das Opfer dem Strafverfahren anschließen und hat in weiterer Folge eine Reihe von Möglichkeiten, auf das Strafverfahren gegen den Täter gestaltend einzuwirken.

STD Testing, Treatment & Vaccines in Vienna

STD: sexually transmitted desese – sexuell übertragbare Krankheiten:

Die Aids Hilfe Wien bietet umfassende Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Untersuchung und Behandlung von sexuell übertragbaren Krankheiten (STD) an.

Unter STD versteht man im Wesentlichen folgende Krankheiten:

      • bacterial vaginosis (BV)
      • chlamydia
      • genital warts
      • gonorrhea
      • herpes
      • HIV (testing and diagnosis only)
      • syphilis
      • trichomoniasis (trich)
      • Other STD testing, diagnosis and treatment are also available.

STD präventive und vorbeugende Maßnahmen:

      • Kondome (condoms)
      • Kondome für die Frau (internal condom (female condom))
      • dental dams
      • HPV vaccine (Gardasil)
      • STD and safer sex education
      • HPV and hepatitis vaccines education

Weitere Informationen auf der Webseite der Wiener Aidshilfe.

Definition der Prostitution in Österreich

Der österreichische Gesetzgeber hat im Jahr 2004 die Definition der Prostitution in den Definitionskatalog des Strafgesetzbuches (StGB) unter § 74 Absatz 1 Ziffer 9 StGB aufgenommen. Prostitution ist demnach die entgeltliche Vornahme oder Duldung sexueller Handlungen am eigenen Körper in der Absicht, sich oder einem Dritten durch die wiederholte Vornahme oder Duldung eine fortlaufende Einnahme zu verschaffen. Das Tatbestandsmerkmal der Gewerbsmäßigkeit setzt voraus, dass eine volljährige Person eine sexuelle Dienstleistung gegen Entgelt erbringt.

HIV Problematik des Nachweises

Eine HIV-Infektion ist mit sehr empfindlichen Messmethoden durchschnittlich 11 Tage nach der Virusübertragung erstmals im Blut nachweisbar, kombinierte Antikörper-Antigen-Tests sind nach spätestens 6 Wochen positiv, reine Antikörpertests und Schnelltests nach spätestens 12 Wochen.

Der ELISA-Test (Enzyme-linked Immunosorbent Assay) ist in Österreich die bevorzugte Testmethode. Er kann das HI-Virus nicht direkt nachweisen, wohl aber Antikörper gegen den Erreger und ein bestimmtes Antigen. Da der menschliche Organismus mindestens zwei bis sechs Wochen benötigt, um nachweisbare Antikörper gegen HIV zu bilden, ist ein Test frühestens sechs Wochen nach dem letzten Risikokontakt voll aussagekräftig.

Für einen sicheren ungeschützten Geschlechtsverkehr muss also ein HIV-Test vorliegen, und es darf in den letzten 6 Wochen vor dem Test kein Risikokontakt (also kein ungeschützter Geschlechtsverkehr mit wechselnden Sexualpartnern) stattgefunden haben. Unterschiedliche sexuelle Praktiken haben absolut unterschiedliches erlebnismäßiges Gewicht der Ansteckungsgefahr. Sex ohne Schutz im Zuge eines Treffens mit einer Sexarbeiterin muss mit Vorsicht und Skepsis betrachtet und geplant werden.

Der Lockdown endet am 13.12.

Ab dem 13.12. geht alles wieder seinen gewohnten Gang. Der Lockdown endet. Wir hoffen, dass es diesmal dabei bleibt und nicht wie im letzten Jahr gleich nach Weihnachten das ganze Land wieder durch einen überlangen Lockdown in die Knie gezwungen wird. Ein neuer Lockdown darf nicht kommen. Denn dann kommt die heimische Wirtschaft nicht nur vorübergehend zum Erliegen, sondern es kommt jedes Mal zu einer massiven Abwanderung ins Ausland. Die Folgen sind für viele bereits spürbar.