§ 8 5. COVID-19-NotMV regelt das Nachgehen einer beruflichen Tätigkeit während des 4. Lockdown.

Gemäß § 8 Abs 4 und Abs 5 leg cit in Verbindung mit Absatz 2 und 3 leg cit, ist für die Erbringung von beruflicher Tätigkeit in auswärtige Arbeitsstellen gemäß § 8 Abs. 4 leg cit in Verbindung mit § 2 Abs 3 letzter Satz ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG) folgendermaßen geregelt:

Die Erbringung von körpernahen Dienstleistungen in auswärtigen Arbeitsstellen ist untersagt. Unter dem Begriff der auswärtigen Arbeitsstelle ist die Wohnung eines Kunden oder sein Hotelzimmer zu verstehen (daher der outcall). Die Erbringung von sexuellen Handlungen ist jedenfalls eine körpernahe Dienstleistung. Somit ist die Erbringung von sexuellen Dienstleistungen in Privatwohnungen oder Hotels des Kunden untersagt.

Es ist völlig unverständlich, weswegen des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz diesmal den über tausend Mädchen des Rotlichtmilieus in Wien durch den § 8 Abs 5 5.COVID-19-NotMV jegliche Existenzgrundlage entzieht. Das Ministerium erklärt seine Beweggründe für die gesamte Verordnung, daher für sämtliche 23 Paragrafen der Verordnung, welche einen so drastischen Einschnitt in die Freiheitsrechte der österreichischen Bevölkerung darstellt wie den 4. Lockdown, in knapp 2 Seiten Text und gibt keinerlei Erklärung zu der oben genannten Norm.

E-contrario ist jedoch die Erbringung von nicht körpernahen Dienstleistungen erlaubt. 

Link zu der gesamten Verordnung: 5. COVID-19-NotMV